Neue Frauennamen immer noch tabu ?

Bernadette Kern

Bernadette Kern

Pünktlich zum Internationalen Frauentag, am 8. März 2014, wurde die Broschüre „Auf den Wegen der Frauen“ von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten vorgestellt. 19 Lebensgeschichten von Frauen, nach denen Marzahn-Hellersdorfer Straßen, Plätze, Wege benannt wurden, machen diese Frauen bekannter, zeigen und würdigen ihre Lebensleistung. Die bezirkliche Übersichtskarte dazu liegt nun in gut gedruckter Ausführung vor, vorgestellt schon einmal 2012.

Im Gegensatz zu Hamburg, wo es eine umfangreiche öffentlich zugängliche Datenbank zu Frauen-Straßennamen gibt, ist es in Berlin sogar schwierig heraus zu finden, ob diese oder jene historische weibliche Persönlichkeit schon mit einer öffentlichen Straße, Weg, Platz oder Gebäude „verewigt“ wurde, dies liegt in der Verantwortung der Bezirke. Von den nach Personen benannten Straßen sind angeblich 9,3% nach Frauen benannt.

Wie geht´s nun weiter mit Neu-Benennungen nach Frauen?

Schwierig, schwierig. Unser Antrag, neue öffentliche Straßen in Marzahn-Hellersdorf nach Frauen zu benennen, wurde in der letzten Wahlperiode erst mal verschleppt, seit 2012 gibt es – auf unsere Initiative hin, den Beschluss der BVV, vorrangig nach Frauen zu benennen …

Aber trotzdem nimmt das Bezirksamt doch lieber erst einmal Jacques Offenbach auf die Vorschlagsliste oder will eine Straße „Am Gewerbepark“ nennen. Angeblich gibt es keine Frauen und keine, die etwas mit dem Bezirk zu tun haben. Das lässt sich sehr leicht widerlegen. Wir bringen jetzt erst einmal zwei davon ein, die hier gewohnt und gelebt haben: Emma Döltz (1866 – 1950) und Ingeborg Meyer-Rey (1920 – 2001), die Schöpferin des „Bummi“, die international bekannte Kinderbuchillustratorin.

Mal sehen, wann wir dann die erste Neu-Benennung nach einer Frau feiern können!

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