Bunte Meter der NABU-Initiative in Marzahn-Hellersdorf

Blumenwiese

In Zusammenarbeit mit umweltpolitisch engagierten Bürger*innen im Bezirk hat Bernadette Kern für die Bündnisgrüne Fraktion einen Antrag (DRS-2379/VII) erarbeitet, um brachliegende Flächen oder Rasenstreifen im Bezirk nicht abzumähen, sondern als Wildblumenstreifen im Sinne der NABU-Initiative „Bunte Meter“ zu nutzen.

Dafür wurde das Bezirksamt ersucht einige, auch von Bürgerinnen und Bürgern benannte und vom Bezirksamt für eine Prüfung positiv zugesagte, Flächen gegenwärtig nicht zu mähen, sondern die Blütezeit der Wildblumen und Samenreife abzuwarten und evtl. nur einmal im Jahr zu mähen.

Folgende Flächen werden z.B. vorgeschlagen:

  1. links, rechts und auf dem Mittelstreifen der Wuhletalstraße
  2. Einmündung Eitelstraße/Allee der Kosmonauten (ein artenreicher Wiesenblumenbestand)
  3. Biesdorfer Promenade an breiteren Stellen, nur auf einer Seite, vor allem das letzte Stück zum Blumberger Damm
  4. Blumberger Damm am Parkplatz Parkbühne
  5. Stadtpark Biesdorf
  6. südlich Butzer See, Wiesenrand zum Gehölz
  7. Riesaer Straße/Mark-Twain-Straße, vor Lidl
  8. diverse Seitenstreifen an den Straßen im Clean Tech Business Park und anderen Gewerbegebieten
  9. Walslebener Platz
  10. Teilflächen Habichtshorst/Schmetterlingswiesen

Hintergrund:

„Bunte Meter“ bedeuten, auf öffentlichen Grünflächen Wildblumenstreifen anzulegen, auf die zu frühe Mahd und Düngung dieser Flächen zu verzichten und keine chemischen Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Die Kosten dieser Maßnahmen sind gering, die Fläche muss umgebrochen werden und mit einer Wildblumenmischung zwischen März und Mai eingesetzt werden. Gemäht wird erst nach der Samenreife der Pflanzen, unter Umständen erst Ende des Winters, einmal im Jahr. Der ökologische Nutzen für Vögel und Insekten besteht in einem reichhaltigen Nahrungsangebot, das sonst auf häufig gemähten Grasflächen fehlt. Die Kosten sind geringer als bei Rasenflächen, da häufiges Mähen entfällt. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ruft zur Anpflanzung von bienenfreundlichen Pflanzen auf, um das Bienensterben zu bekämpfen.

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