Ökologische Baubegleitung

Baumschutz durch „Ökologische Baubegleitung“ in der Lemkestraße

Die Bäume in der Lemkestraße beschäftigen die Anwohner*innen und auch uns seit einer ganzen Zeit. Aus Anlass des Beginns der Bauarbeiten haben wir das Bezirksamt gebeten, nochmal darzulegen wie die zugesagte ökologische Baubegleitung umgesetzt wird (KA-777/VIII). Hintergrund ist die Sorge von Anwohnenden und Umweltschützer*innen, dass die erhaltenen Bäume durch die Baumaßnahmen gefährdet werden und am Ende doch gefällt werden müssen.

In der Antwort bekennt sich das Bezirksamt zur ökologischen Baubegleitung und dem Ziel der nachhaltigen Sicherung des Baumbestandes während der Baumaßnahme. Geplant sind unter anderem die Überwachung der Baumaßnahme durch eine Fachfirma 1 x wöchentlich sowie fachliche Festlegen über vorzusehende Schutzmaßnahmen. Eine gutachterliche Beratung oder Wurzelschutzmaßnahmen erfolgen im Bedarfsfall.

Dies ist leider nötig, da neben den üblichen Stressoren wie bspw. Stammbeschädigungen durch Fahrzeuge, Tausalz sowie Hundeurin und -kot drohen Bäumen zusätzliche Gefährdungen auf Baustellen entstehen. Eigentlich sollten Bäume dort durch eine Norm, die DIN 18920, geschützt werden. Diese verlangt u.a. einen Wurzelschutz und eine Stammummantelung. Aber in der Realität wird diese zu oft missachtet. Die ökologische Baubegleitung ist hier eine sinnvolle und notwendige Schutzmaßnahme.

Ich frage das Bezirksamt:

  1. Welche Kriterien und Schritte und welche Auflagen für die Baufirmen umfasst die ökologische Baubegleitung?
  2. Die ökologische Baubegleitung dient der nachhaltigen Sicherung des Baumbestandes während der Baumaßnahme und beinhaltet folgende Leistungen:

    – Überwachung der Baumaßnahme durch eine Fachfirma 1 x wöchentlich
    – anfertigen von Protokollen
    – Hinweise zum Baugeschehen
    – fachliche Festlegen über vorzusehende Schutzmaßnahmen

    Eine gutachterliche Beratung oder Wurzelschutzmaßnahmen erfolgen im Bedarfsfall.

  3. Wird die ökologische Baubegleitung bei zukünftigen Maßnahmen generell zur Anwendung kommen?
  4. Generell ist keine ökologische Baubegleitung erforderlich, nur wenn der Baumbestand dies benötigen sollte.

  5. Welche Verbände werden in die Prüfprozesse der Planungen eingebunden?
  6. In der Regel werde Fachplanungen mit Ingenieurbüros für Verkehrs- und Straßenplanung sowie den zuständigen Behörden (Sen UVK) abgestimmt. Der Fachbereich Grün und wird immer eingebunden, wenn es um Bäume geht. Sollten Artenschutzbelange berührt sein, wird die Untere Naturschutzbehörde einbezogen.

  7. Welche konkreten Erfolge hat die ökologische Baubegleitung zum Erhalt der Straßenbäume in der Lemkestraße bislang gebracht?
  8. Die Baumaßnahme ist noch am Anfang. Diese Frage kann erst nach der Fertigstellung der Baumaßnahme beantwortet werden.

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