IGA 2017


Mit den in der BVV beschlossenen Leitlinien einer ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Vorbereitung und Durchführung der Internationalen Gartenschau 2017 hat die GRÜN Berlin klare Richtlinien bei der Umsetzung. Gemeinsam arbeiten die GRÜN Berlin aber auch Verwaltung, Kleingarten- und Naturschutzverbände nun für eine zeitgemäße Gartenschau neuen Typs ein.

Bürger*innenspaziergang im Kienbergpark

Der Prozess der Park- und Landschaftsentwicklung im Kienbergpark ist noch nicht abgeschlossen. Mit der IGA wurden langfristig zu realisierende Pläne, wie der Pflege- und Entwicklungsplan Kienberg, Wuhletal und Jelena-Šantić-Friedenspark aufgestellt, in dem naturschutzfachlich breit abgestimmte Entwicklungsziele definiert wurden. Diese sollen durch die landeseigene Grün Berlin GmbH umgesetzt werden. Ein Projekt mit großer naturschutzfachlicher Bedeutung ist das Arche-Park Beweidungsprojekt, das zum Erhalt der Offenlandschaft des Wuhletals weitergeführt werden soll. Vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, wie Pferde, Schafe und Rinder werden als tierische Landschaftspfleger eingesetzt. weiterlesen »

Zukunft der Seilbahn in Marzahn-Hellersdorf

Wird die IGA-Seilbahn Teil des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)? Nachdem es im letzten Jahr einige Verwirrungen gab, hat der Senat nun erklärt in welchem Rahmen die Prüfung erfolgt und welche Aspekte dabei berücksichtigt werden (Drs. 18/12878).

Geprüft wird das Vorhaben im Rahmen der Facharbeitsgruppe zur Tarifweiterentwicklung des VBB-Tarifs. Dabei sind nicht zuletzt auch die Erlöse den Kosten gegenüber zu stellen, und diese anhand des zusätzlichen Nutzens dieses Verkehrsmittel im vorhandenen Netz des ÖPNV zu bewerten. Zu berücksichtigen ist dabei auch das bereits vorhandenen ÖPNV-Angebot und die Anschlüsse an die U-Bahnhöfe Cottbusser Platz, Elsterwaerder Platz sowie Kaulsdorf-Nord.
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Gemeinschaftsgarten im Gut Hellersdorf

Was wächst denn da im Gut Hellersdorf?

Im November 2016 erschien der bisher letzte Text zum Thema „Gemeinschaftsgarten im Gut Hellersdorf“ auf dieser Webseite. Nun ist fast ein Jahr vergangen und auf dem etwa sieben Hektar großen Gelände des ehemaligen Stadt- und Volksgutes Hellersdorf zwischen Kastanienallee, Alter Hellersdorfer-, Neuruppiner- und Senftenberger Straße hat sich einiges getan.

Seit Dezember 2017 richten engagierte Entwickler urbaner Brachflächen vom Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg einen „Allmende-Gutsgarten“ ein. Hinter einer verdenkmalten Scheune wird aus Bioabfällen der „Berliner Tafel“ und Pflanzenkohle des Botanischen Gartens Kompost bereitet. Die PrinzessinnenGartenBau (PGB) UnternehmensGesellschaft, u.a. mit Robert Shaw an der Spitze, hat vor allem vor, auf dem Gelände das lokale Gewerbe und Bildungs- und Jugendarbeitsträger mit der Anwohnerschaft zusammenzuführen, damit selbiges nicht nur „Identität“ stiftet, sondern weiterhin vermittelt.
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IGA 2017 – viel GRÜN bleibt für Marzahn-Hellersdorf

Im Vorfeld der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 in Marzahn-Hellersdorf gab es viele kritische Stimmen. Wir als Bündnisgrüner Kreisverband haben uns für die IGA in unserem Bezirk eingesetzt unter bestimmten Anforderungen wie Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit. Diese haben wir mit einem Antrag auf einem bündnisgrünen Parteitag (LDK) von der Landesebene (Senat und Abgeordneten) eingefordert. Unsere wesentlichen Anliegen konnten wir damit erreichen:

• eine Übersicht der schützenswerten Objekte und Arten der Flora und Fauna sowie der geschützten Flächen in dem Bereich der für die IGA vorgesehenen Grundstücke,
• eine frühzeitige und ernsthafte Einbeziehung der Anwohner*innen über das rechtlich vorgesehene Maß hinaus,
• ein ökologisches Parkpflegewerk,
• ein Konzept für sozial verträgliche Eintrittspreisregelungen,
• die Einbeziehung der Renaturierung von bezirklichen Gewässern.

Unsere Bezirksverordneten Bernadette Kern und Cordula Streich haben die Planung und Durchführung der IGA 2017 in Marzahn-Hellersdorf dahingehend immer kritisch und konstruktiv begleitet. Die Flächen rund um den Wuhlesee sowie den Kienberg wurden im Zuge der Vorbereitung zur IGA unter ökologischen Gesichtspunkten zu einem attraktiven Grünzug umgestaltet, mit viel Platz für Erholungs- und Natursuchende. Unter Einbeziehung von Naturschutzverbänden, wie z.B. dem BUND, und mit deren Begleitung startete man mit der Entwicklung eines Umweltmanagementsystems für Gartenschauen. Als Nachhaltigkeitszertifizierungssystem soll es künftig in Deutschland bei allen Gartenschauen Anwendung finden.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Rückbau der Einzäunung des Geländes nach dem Ende der Internationalen Gartenausstellung (IGA) wird fristgerecht Ende Oktober starten. Dabei werden die Gärten der Welt ab dem 1.12.17 wieder geöffnet. Der Abschluss sämtlicher Rückbaumaßnahmen im Gesamtareal ist für März 2018 geplant.
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Ackertalk zum Thema Insektensterben mit Toni Hofreiter

Viele Interessierte kamen am 18.09.2017 zur Diskussion auf dem Weltacker des IGA-Campus in Marzahn-Hellersdorf mit Anton Hofreiter (Bü 90/Grüne), Norbert Lemken (Bayer Crop-Science), Prof. Dr. Thomas Schmitt (Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut) und Benny Haerlin (Moderation).
Noch vor 20 Jahren war im Sommer nach einer längeren Autofahrt die Windschutzscheibe voller Insekten. Heute ist das nicht mehr so – ein anschauliches Beispiel dafür, dass sich die Zahl der Insekten in den letzten Jahrzehnten signifikant reduziert hat. Zusammen mit den Experten ging es um die Frage: Was kann gegen den Rückgang getan werden? Diskutiert wurden Ursachen, Folgen und geeignete Gegenmaßnahmen. weiterlesen »

Eröffnung der IGA 2017

Bündnis 90/ Die Grünen Marzahn-Hellersorf begrüßen die Eröffnung der IGA 2017 im Bezirk. Damit erhält Marzahn-Hellersdorf die Chance, Menschen mit den verschiedenen Aspekten des Gartenbaus und der Landschaftsgestaltung sowie des Umgangs mit den Naturressourcen Boden, Wasser, Luft, Flora und Fauna bekannt zu machen und Anregungen für eigene Beschäftigungen mit der heimischen Natur zu geben. Die IGA 2017 kann damit einen Beitrag leisten, das Verhältnis der Menschen zur Natur zu verbessern, um so die Lebensqualität – insbesondere in urbanisierten Bereichen – zu erhöhen.

Wichtige Punkte sind vor allem, dass Umweltbildungsangebote sowie die weitere Umsetzung des Waldentwicklungskonzeptes für den Kienberg gesichert sind. Das Umweltbildungszentrum wird auch nach der IGA 2017 weiterbetrieben. Unter ständiger Einbeziehung der Naturschutzverbände ist es gelungen, den Entwicklungs- und Pflegeplan und die ökologische Baubegleitung mit gebietseigenem Saatgut und nach den Strategien für biologische Vielfalt zu gestalten.

Kritisch sehen wir, das für den Bau der Tropenhalle aus Kostengründen nicht alle energetischen Maßgaben umsetzbar waren. Wünschenswert wäre weiterhin ein Umweltmanagementsystem und Monitoring für die Nach-IGA-Nutzung, damit Naturschutz und Erholung auch langfristig für die Menschen im Bezirk öffentlich zur Verfügung stehen.

Inka Seidel-Grothe erklärt dazu:

WK5: Inka Seidel für Mahlsdorf und Kaulsdorf Süd

„Wir möchten, das auch über die Dauer der IGA hinaus die ständige Umsetzung ökologischer und pädagogischer Projekte ermöglicht und weiterhin gesichert wird. In diesem Sinne fordern wir Senat und Bezirk auf, ein Konzept für die Weiternutzung des IGA-Campus, welcher derzeit ein Begegnungs-, Experimentier- und Lernort für Kinder, Jugendliche und Studierende ist, zu entwickeln und vorzulegen.“

Kienberg spätestens im März 2018 wieder zugänglich

Immer wieder erreichen uns Fragen zum Abbau des Zaunes rund um den Kienberg anlässlich der IGA 2017. Eine aktuelle Antwort des bündnisgrünen Staatssekretärs Stefan Tidow auf eine parlamentarische Anfrage stellt noch einmal klar, dass alles vertraglich abgesichert ist.

„Jedoch ist der Abbau des Zaunes nach Durchführung der IGA zwischen der IGA GmbH und dem Bezirk vertraglich abgesichert.“

Wie ebenfalls aus der Antwort hervorgeht, ist auch der Zeitplan fest abgesprochen. Spätestens Ende März 2018 steht der Kienberg allen Anwohner*innen wieder frei zugänglich zur Erholung zur Verfügung.

„Die Wiederherstellung der Zugänglichkeit des Kienbergs bis zum 31.3.2018 wird vom Senat begrüßt. In einem Schreiben vom 12.04.2016 an den Bezirk Marzahn-Hellersdorf hat sich die IGA Berlin 2017 GmbH in einem Vertrag verpflichtet die öffentliche Zugänglichkeit aller Wege des Kienbergs wiederherzustellen.“

IGA-Herbstfest mit großem Umweltbildungsangebot

Am 16. Oktober 2016 lud die Grün Berlin zum IGA- Herbstfest in die Gärten der Welt, wo sich die Gäste bei verschiedenen Führungen über aktuelle Planungen und Projekte bis zur Eröffnung am 13. April 2017 informieren konnten. Dann sollen insgesamt über 2.500 Veranstaltungen auf dem IGA-Campus zu den Themen Natur- und Umweltpädagogik, Gartenbau, Gesundheit und Ernährung, Entwicklungspolitik, Kunst und Medien sowie Berufsorientierung angeboten werden.

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©Rosemarie Schneider-Holler

Dies sehen wir als Erfolg und großen Gewinn für Marzahn-Hellersdorf, denn im Rahmen der Planungen zur IGA haben wir das Thema Umweltbildung erfolgreich eingebracht, damit das Bewusstsein für die Natur und verantwortliches ökologisches Handeln in unserem Bezirk gefördert wird. Auf 60 Prozent der IGA-Flächen werden somit zukünftig Themen wie Gärtnern und Pflanzen, biologische Vielfalt, gesunde Ernährung und Bewegung in interaktiver Form durch Forschungslabore in der Natur, Mitmachbeete, Schulgärten, Kochstationen und Workshops behandelt. BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN setzen sich dafür ein, dass neben dem Gebäude des IGA-Campus auch die Bildungsangebote über 2017 hinaus erhalten bleiben. Hierzu werden wir uns für eine Projektfinanzierung durch den Bezirk einsetzen.

U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz vor dem Verfall schützen

Nickel von Neumann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf

Nickel von Neumann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Marzahn-Hellersdorf

Die Qualität des Wohnumfeldes wollen wir in den nächsten Jahren weiter verbessern. Während die städtischen Wohnungsbaugesellschaften ihrer Verantwortung in den letzten Jahren gerecht wurden, besteht beispielsweise bei der BVG und S-Bahn Nachholbedarf. Die Verwahrlosung im Umfeld von S- und U-Bahnhöfen muss ein Ende haben. Die Gestaltung des Umfeldes unserer Bahnhöfe wirkt auf die Entwicklung der umliegenden Kieze ein. Der bauliche Zustand insbesondere der S-Bahnhöfe Ahrensfelde, Marzahn, Mahlsdorf oder auch des U-Bahnhofs Elsterwerdaer Platz muss deutlich verbessert werden.

(aus dem bündnisgrünen Wahlprogramm für die Wahlen in Marzahn-Hellersdorf am 18. September 2016)

In der Aprilsitzung der BVV setzen wir daher den baulichen Zustand des U-Bahnhofes Elsterwerdaer Platz mit auf die Tagesordnung. Zur IGA 2017 im kommenden Jahr sollte der U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz für Besucherinnen und Besucher zumindest von den gröbsten Bauschäden befreit werden. Es ist kein schöner Anblick, wie das Wasser von den Wänden tropft, trotz dass Fall- und Abflussrohre in das Mauerwerk gelegt wurden, die das Gebäude vor Nässe schützen sollen.
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